Sittich Zucht
Wie die wild lebenden Sittiche aussehen und wie sie durch Züchtung zum beliebten Haustier wurden
Der wild lebende Wellensittich unterscheidet sich in einigen Punkten von den Tieren, die wir heute kennen. Er wiegt ungefähr 30 g und misst vom Schnabel bis zur Schwanzspitze knapp 20 cm. Die wild lebende Art ist zumeist von grüner Färbung, der Kopf ist gelb mit einer schwarzen Streifenzeichnung, die Maske also das Gesicht ist vom Scheitel bis zur Kehle hellgelb.
Links und rechts der Maske, in der Höhe des Schnabels befinden sich violette Bartflecken und von ihnen ausgehend nach innen, je drei schwarze Kehltupfen. Erwachsene Männchen haben eine blaue Nasenhaut, während Weibchen meist eine braune Nasenhaut haben. Der Schwanz ist verhältnismäßig lang.
Wellensittich gehören, auch wenn dies lange Zeit umstritten war, zu den Papageien. Zoologisch gesehen bilden sie eine eigene Untergruppe der echten Papageien, einer Gattungsgruppe der Papageien. Abgesehen vom Nymphensittich, der zoologisch gesehen ein Kakadu ist, gehören auch andere Sittiche zu den Papageien.
Wild lebende Wellensittiche wurden nach ihrer Entdeckung durch Sir Joseph Banks im Jahr 1770 relativ schnell bekannt.0 Jahre später wurden die ersten lebenden Exemplare nach England gebracht, wobei die Tiere damals noch, abgeleitet vom australischen Wort Betcherrygah, was soviel wie das oben erwähnte „ hübscher oder schmackhafter Vogel “ bedeutet, auf englisch Budgerigar hießen.
Die kleinen Tiere fanden schnell viele Freunde und wurden nach erfolgreicher Züchtung als Haustiere beliebt.
Gould, der den Budgerigar nach England gebracht hatte, gab dem Tier den Namen Melopsittacus undulatus, was Melodischer Papagei mit Wellenlinien bedeutet. In Deutschland erfolgte eine erfolgreiche Züchtung um 1850.
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